Digitaler Minimalismus – Das papierlose Büro und Heim

Im Lauf der Zeit sammelt sich ein riesiger Berg Papier im Haushalt an. Darunter fallen Ausdrucke von Rechnungen, Verträgen, Skizzen und Notizen. Neben dem unschönen Effekt von übervollen Ordnern und Schränken sorgt diese Menge auch für eine fehlende Übersicht und lange Zeit für die Suche nach den richtigen Dokumenten. Das papierlose Büro oder auch das papierlose Heim kann hier Abhilfe schaffen. Dabei ist das papierlose Büro doch überhaupt nichts neues, nur hat es sich bisher nicht durchgesetzt. Doch die Digitalisierung ändert einiges und ermöglicht damit den Papier Minimalismus.

Klappt doch nicht?!

Das papierlose Büro wird seit Jahren versprochen und doch sammeln sich die Papierstapel weiter an. Es gibt aber mittlerweile einige Änderungen die sich diesem möglichen Ideal annähern. In den Zeiten von eCommerce und Smartphones gibt es durchaus schnelle und einfache Methoden alles zu digitalisieren. Die einzelnen Bereiche werden hier betrachtet und auch Möglichkeiten zur sinnvollen Datenablage.

Digitalisieren der Inhalte

Hier sind die wichtigsten Varianten und Quellen von Dokumenten beschrieben und wie sich diese erfassen lassen.

E-Mail und PDF

Immer mehr Einkäufe erfolgen über das Internet und die Onlinehändler haben sich bereits in vielen Bereichen von der Papiervariante der Rechnung verabschiedet. Händler wie beispielsweise Amazon verschicken ihre Pakete ohne eine beiliegende Rechnung. Diese kann nach dem Versand direkt über den Kundenbereich heruntergeladen werden. Bei anderen Plattformen kommt die Rechnung oft bereits per E-Mail. Somit lassen sich diese Rechnungen direkt digital archivieren.

Smartphone

Im Supermarkt nehmen viele Menschen den Kassenbon mit um einen Überblick über die Ausgaben zu behalten. Oft landet der Zettel dann im Portemonnaie und verblasst über die Zeit. Deutlich leichter ist hier die Nutzung einer der unzähligen Scanner Apps aus den Android und Apple App Stores. In allen Modernen Smartphone sind die Kameras ausreichend aufgelöst um klare Fotos von den Belegen aufzunehmen. Ebenfalls können normale Rechnungen auf Papier so erfasst werden. Die Bilder lassen sich dann später sichten und archivieren.

Scanner

Für eine große Menge von Dokumenten oder für das Erfassen von Texten in digitaler Form eignen sich Dokumentenscanner. Einfache Versionen ermöglichen das Einschieben der Dokumente und am Ende erfolgt die Ausgabe als Bild oder PDF. Die größeren Versionen umfassen neben dem automatischen Einzug von vielen Seiten auch den Duplex Scan, also die automatische Erfassung beider Seiten. Außerdem können diese Geräte mittels Texterkennung (OCR) durchsuchbare PDF Dateien erzeugen. Das ist besonders praktisch falls über große Datenbestände spezielle Inhalte auffindbar sein sollen.

Dokumentenablage

Die richtige Struktur der Dokumentenablage endet schnell in einer eigenen Wissenschaft. Sollen alle eigenen Rechnungen in einen eigenen Ordner? Jeder Händler? Was ist mit Verträgen? Mein Tipp ist hier mit einer einfachen Struktur starten. Aufteilen in Rechnungen (alles was zu einem gekauften Produkt gehört und irgendwann irrelevant wird) und sonstige Dokumente. In jedem der Ordner gibt es dann die Dokumente mit einer sinnvollen Namenskonvention. Das ist idealerweise etwas wie JAHR\MONAT\TAG_NAME.xyz oder JAHR\MONAT\TAG\NAME\HINWEIS.xyz. Eine Rechnung von Amazon wäre dann also etwas wie 2017\12\12\Amazon\Weinachtseinkauf.pdf oder ähnliches. Oft fallen weniger Dokumente an als man glaubt. Andernfalls können je nach Bedarf weitere Unterordner erstellt werden.

Niemals sollten die Daten jedoch nur auf einem Gerät liegen! Eine Strategie zur Datensicherung ist unabdingbar!

Jetzt dürfte dem papierlosen Büro und Heim kein Hindernis mehr im Weg stehen! Frohes Erfassen!

 

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Digitaler Minimalismus – Accounts löschen

Was der Frühjahrsputz im Haushalt ist, dass ist das Löschen von Accounts im digitalen Leben. Es geht viel zu schnell und einfach im Internet – Hier eine Bestellung im Onlineshop, da eine Anmeldung auf einem sozialen Netzwerk und dann noch ein paar Anmeldungen in diversen Foren. Plötzlich ist man nach einem Jahr auf einigen Dutzend oder Hunderten Webseiten angemeldet. Grundsätzlich problematisch ist dies dann, wenn die Plattformen nicht mehr genutzt werden und später möglicherweise einem Hackerangriff zum Opfer fallen. Dann sind viele persönliche Daten im Netz. Die Lösung: Accounts löschen – ganz einfach ist das aber nicht immer.

Accounts löschen

Eigentlich muss jede Webseite in Deutschland eine Möglichkeit zur Verfügung stellen um den Account zu löschen. Da viele Webseiten aber im Ausland beheimatet sind oder sich einen Spaß daraus machen diese Option zu verstecken ist das Löschen oft nicht ganz einfach. Idealerweise erstellt man sich eine Liste mit allen Seiten auf denen ein Account besteht (noch besser ein sicherer Passwortspeicher mit individuellen Daten) und pflegt diese regelmäßig. Danach erfolgt die Sichtung der Inhalte ein oder zweimal im Jahr. Jede Webseite die nicht besucht wurde oder nicht mehr relevant ist kommt auf die Liste der zu löschenden Accounts.

Sind alle Accounts bekannt die zu löschen sind dann bietet sich ein Besuch auf der Webseite an. Oft lässt sich unter Menüpunkten wie „Profil“ oder „Account“ ein Button oder Link zum Löschen finden. Alle Webseite die diese Option nicht direkt bieten lassen sich mittels Google klären. Der ideale Suchbegriff ist hierbei „Account löschen NAME_DER_WEBSEITE“. In den Treffern befinden sich die Links zum Löschen oder mindestens hilfreich Anleitungen dafür.

Abos prüfen

Wenn regelmäßig Verträge geschlossen wurden beispielsweise bei Spotify, Telekom, Apple, Audible, usw. können diese Abos oft direkt beim Hersteller gekündigt werden. Andernfalls helfen Webseiten wie Aboalarmsepastop.eu oder check24 bei der Erinnerung an die Kündigungsfristen. Die Accounts sind dadurch aber nicht automatisch gelöscht! Dies muss im Anschluss wie oben beschrieben erfolgen!

 

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IOTA, Bitcoin und Ethereum kaufen

Derzeit vergeht kein Tag an dem nicht irgendeine Webseite über Kryptowährungen (insbesondere Bitcoin) und deren neue Rekorde und Gefahren berichtet. Viele warnen davor, dass es sich hier um eine große Blase handelt die irgendwann platzen muss. Die Muster ähneln den letzten Entwicklungen von Aktienkursen kurz vor den großen Abstürzen der Geschichte. Trotzdem beflügeln die Zuwächse von 2700% und mehr den Traum von vielen Menschen um schnell reich zu werden. Wer sich auch (noch) an dem Hype beteiligen möchte und alles als großes Glücksspiel sieht hat derzeit viele Möglichkeiten die Währungen zu kaufen. Ein paar Hürden sind dabei aber zu überwinden.

DISCLAIMER: Um es noch einmal deutlich vorab zu sagen. Der Kurs der Kryptowährungen ist aktuell nicht vorauszusagen. Entweder verhundertfacht sich alles noch und es gibt riesige Gewinne zu holen oder das ganze System crash unvermittelt. Der Kauf von Bitcoin und Co. sollte daher auch nur mit Geld gemacht werden welches man auch für ein gutes Abendessen oder einem Besuch im Casino erübrigen kann. Es ist nach aktuellen Einschätzungen keine Geldanlage! Der Artikel ist keine Finanzberatung und Gewinne aus Spekulationen sind natürlich zu versteuern!

Genug der warnenden Worte. Jetzt geht es los mit dem Kauf der Währungen. Dabei ist der Erwerb des klassischen Bitcoins (BTC) und Ethereum (ETH) am einfachsten. Der Weg zur Währung IOTA geht über ein paar Zwischenstationen. Bei allen vorgestellten Wegen ist etwas Zeit einzuplanen. Sowohl die Identifikation auf den Plattformen (glücklicherweise nur einmalig) und der Transfer bzw. deren Bestätigung dauert ein paar Minuten.

Im Folgenden sind ein paar Portale vorgestellt über die ich meine Transaktionen abwickle. Wichtig ist hierbei zu wissen, dass es aufgrund des Booms auch eine Explosion an Handelsplätzen gibt. Einige davon sind durchaus mit Skepsis zu betrachten und manchen Börsen sind erhebliche Geldmengen abhandengekommen. Große Geldbeträge sollten daher immer nur in lokalen Wallets oder auf dem Papier liegen (dazu ggf. in einem weiteren Artikel mehr)!

bitcoin.de

Die Webseite bitcoin.de* ist ein Bitcoin-Marktplatz mit Sitz und Entwicklerteam in Deutschland. Neben Bitcoins können dort auch „Bitcoin Cash“ und Ether erworben werden. Die Registrierung ist sehr einfach mittels E-Mail-Adresse und einem einmaligen Passwort je Anmeldung durchzuführen. Danach wird einmalig das Bankkonto durch eine Überweisung verifiziert. Über die Funktion Kauf können die verschiedenen Währungen erworben werden. Dies erfolgt so, dass die gewünschte Menge eingetragen wird. Nach einigen Sekunden erscheinen dann mögliche Angebote. Durch den Klick auf Kauf können diese dann erworben werden. Die Bezahlung erfolgt per Überweisung direkt an den Verkäufer.

In der nicht verifizierten Version können maximal 2500€ transferiert werden und viele Angebote stehen nur Personen mit höheren Bewertungen zur Verfügung. Dadurch sind die Kurse für „Standardbenutzer“ mitunter schlechter. Es gibt zwei Wege dies zu verbessern. Entweder mittels Ident-Verfahren (Post-ident oder Video-ident) oder durch ein Konto bei der Fidor Bank. Beim Video-ident Anbieter häufen sich zum Zeitpunkt dieses Artikels gerade die Meldungen über extrem lange Wartezeiten auf den Prozess. Ein Konto bei der Fidor Bank ist kostenlos!

Coinbase

Die Webseite Coinbase* ermöglicht das Kaufen von Litecoin, Bitcoin und Ethereum mittels Bankeinzug oder Kreditkarte. Die Kreditkarte kann nach einem sehr kurzen Verifikationsprozess mit bis zu 500€ pro Monat für Transaktionen genutzt werden.

Zwischendurch gibt es dort Hinweise auf langsame Transfers „ETH Delays – We’re currently experiencing delays in processing some ETH transactions. Recent or new outbound transactions may remain pending longer than expected.“.

Bitfinex

Bei Bitfinex handelt es sich um eine der größten (Bitcoin) Handelsplattformen. Hier gibt es neben den klassischen Kryptowährungen auch den besagten IOTA, NEO, Monero, ZSCAH, Ripple und noch viele mehr. Dabei lassen sich viele Coins aus US-Dollar und Bitcoin eintauschen. Für manche Währungen gibt es auch die Möglichkeit Ethereum einzutauschen. Der Verifikationsprozess ist extrem langsam und umfangreich. Idealerweise ist Bitfinex also die Zwischenstation für den Handel mit den einzelnen Währungen. Über die Wallets (quasi die Konten) können von anderen Plattformen die Währungen übertragen werden (Transaktionsgebühren beachten!) und dann gehandelt werden. Zum Auszahlen lassen sich Bitcoins und Ethereum dann wieder zurück transferieren.

Kaufen

Bitcoins und Ethereum lassen sich zusammengefasst also sehr leicht bei bitcoin.de per Überweisung oder bei Coinbase mittels Kreditkarte und Bankeinzug erwerben oder auszahlen. Bei IOTA müssen die erworbenen Bitcoins oder Ethereum an die Wallets auf Bitfinex übertragen werden. Danach lassen sich diese über die Börse in IOTA traden. Sowohl bei den einzelnen Käufen als auch bei den Transfers fallen Transaktionskosten an!

Übersicht behalten und Steuern

Über mehrere Webseiten verteilt ist eine Übersicht nicht so einfach. Mit Hilfe von CoinTracking* lassen sich die Daten aller Käufe, Verkäufe und Transaktionen importieren. Dies erfolgt entweder per CSV Datei, wobei für jede Seite eine kurze Anleitung existiert oder per API, dies jedoch nur in der bezahlten Version. Als besonderes Feature können Steuer-Reports generiert werden. Hierbei sind die einzelnen Gewinne der Coins ausgewiesen mit verschiedenen Verrechnungsmodellen. Eine enorme Zeitersparnis bei der Steuererklärung.

Mehr Informationen

Die Webseite bitcoin.de betreibt ein deutschsprachiges Forum unter Coinforum.de.

* Der Link ist ein Affiliate Link. Für dich als Besucher entstehen keine Kosten oder Nachteile. Ich erhalte eine kleine Provision die zur Erhaltung der Webseite beiträgt. Vielen Dank!

Datensicherung und Backup

In Zeiten von Ransomware und Cloudspeichern war das Sichern von Daten noch nie so wichtig und gleichzeitig so einfach wie heute. Eine gute Backup Strategie hilft für den Ernstfall bei dem man hofft, dass dieser niemals eintritt. Kommt es aber doch zum Ernstfall ist ein automatisches Backup die Rettung. Das Erstellen soll so wenig Aufwand wie möglich machen und gleichzeitig sicher sein. Hier gibt es diverse Ansätze.

Strategie für die Datensicherung

Eine gute Strategie klärt die wichtigsten Punkte für eine sichere Datenverwaltung. Die folgenden Fragen stellen hier den Rahmen für die Strategie da.

  • Welche Daten müssen gesichert werden? (Persönliche Bilder, Steuerlich relevante Dokumente, …)
  • Müssen die Daten auch außerhalb der eigenen vier Wände gespeichert sein? (Im Brandfall, Diebstahl, …)
  • Ist eine Verschlüsselung notwendig?
  • Wie viele Replikationen sind notwendig?
  • Vertraue ich Clouddiensten?

Aus den Antworten kann nun die Strategie entwickelt werden. Idealerweise sollte diese auch aufgeschrieben sein!

Cloud und NAS

Anbieter wie Synology bieten Network Attached Storage (NAS) Systeme an. In diesen Geräten befinden sich mehrere Festplatten die gegen Datenverlust oft im redundanten RAID System aufgebaut sind. Fällt eine Festplatte aus können die Daten auf den übrigen Festplatten wiederhergestellt werden. Der große Vorteil von NAS System ist die einfache Einbindung in das vorhanden Netzwerk. Viele System lassen sich in das heimische Netzwerk einbinden und direkt über eine einfache Freigabe erreichen. Die Systeme bieten auch die Möglichkeit Filme und Fotos auf dem heimischen Multimediasystemen abzuspielen. Nachteilig sind hier der hohe Preis und der Umstand das die Geräte im gleichen Brandbereich stehen wie die Datenquelle. Bei einem Katastrophenfall sind im schlimmsten Fall also auch die Backups zerstört.

Wer das Glück hatte eine FRITZ!Box sein eigen zu nennen hat bereits einen sehr guten Media Server zuhause. AVM bietet NAS Funktionen für angeschlossene Festplatten an.

Clouddienste sind in den letzten Jahren wie Pilze aus dem Boden gewachsen. Neben den großen Cloudanbieter wie Microsoft (OneDrive), Google (Google Drive), Amazon (Amazon Drive) gibt es auch spezialisierte Anbieter von Cloudspeicher. Der bekannteste Vertreter ist hier sicherlich Dropbox. Viele Anbieter bieten ihren Dienst bis zu einer bestimmten Größe kostenlos an. Danach können in der Regel 1 TB für eine monatliche Gebühr erworben werden. Ein großer Vorteil ist hier die dezentrale Ablage der Daten. Außerdem sind die Daten oft leicht über mehrere Geräte zu synchronisieren. Nachteilig ist der Umstand, dass die Daten bei einem anderen Anbieter liegen. Außerdem benötigt das Hochladen der Daten eine gute Internetanbindung. Da man sich hier auf einen anderen Anbieter verlässt sollten die Daten auf mehrere Clouddienste geladen werden. Falls ein Anbieter seinen Service einstellt oder Probleme hat sind die Daten nicht verloren.

Externe Festplatten und USB-Sticks

Eine weitere Variante die Daten zu sichern sind einfache USB-Sticks und externe Festplatten. Diese lassen sich im Bedarfsfall anschließen und sicher verstauen. Dafür sind die Daten nicht ständig erreichbar. Dies kann aber auch vorteilhaft sein. Ein Verschlüsselungstrojaner erreicht nur die Systeme die online sind. Solange die Festplatten bzw. USB-Sticks nicht angeschlossen werden sind die Daten sicher vor dem Schädling.

Backup planen

Abhängig vom gewählten Sicherungsmedium müssen verschiedene dinge beachtet werden. Während die Daten bei Cloud und NAS Systeme jederzeit kopiert werden können, müssen externe Festplatten zuerst eingesteckt werden. Bei schädlichen Programmen können diese aber auf die erstgenannten Systeme auch jederzeit zugreifen. Eine gute Mischung aus verschiedenen Formen ist daher sinnvoll. Bei der Auswahl von Programmen zur automatischen Sicherung muss dies auch im Hinterkopf behalten werden. Das Backup scheitert wenn das Medium nicht verfügbar ist.

Sicherungen durchführen

Natürlich möchte niemand alle Daten regelmäßig per Hand kopieren. Hier bieten sich diverse Backup Tools an. Leider sind viele der Tools so alt, dass der Hersteller diese nicht mehr pflegt oder die Benutzeroberfläche ist ein Graus. Bisher habe ich nicht viele gute Programme gefunden. Zum einen gibt es PureSync welches in der privaten Version kostenlos ist (mit wenigen Einschränkungen) und das OpenSource Programm Toucan. Beide bieten die Möglichkeit die Daten zu sichern (Backup), Ordner untereinander abzugleichen (Synchronisieren) oder die Ordner identisch abzugleichen (Spiegelung).

Grundsätzlich ist hier das Verfahren bei allen Tools sehr ähnlich. Man wählt die Datenquelle und das Ziel in das die Dateien gesichert werden sollen. Danach erfolgt die Angabe wie oft die Daten gesichert werden sollen. Den Rest übernehmen die Programme dann automatisch.

Ein Beispiel bei mir wäre das Folgende.

  1. Rechnungen verschlüsselt sichern auf der Dropbox.
  2. Die Daten aus der Dropbox sichern in OneDrive.
  3. Die Rechnungen außerdem auf eine externe Festplatte sichern sobald diese eingesteckt wurde.

 

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Finanzen optimieren und planen

Die Tage werden kürzer und die Fahrt nach Feierabend führt durch die Dunkelheit. Die perfekte Zeit im Jahr sich einmal mit dem Thema Geld und Finanzen auseinander zu setzen. Das ganze muss keine Wissenschaft sein aber wer für die kommenden Jahre wissen möchte wie viel er ausgeben kann und welche Beträge für das Alter gespart werden können der darf entspannter schlafen. Mit wenigen Zahlen und etwas Struktur lässt sich die Finanzplanung einfach durchführen. In diesem Artikel geht es um eine schnelle Planung und ein paar hilfreiche Tools dafür.

Finanzen Planen

Was genau zu planen ist lässt sich recht kurz aufschreiben, die Umsetzung ist dann aber etwas umfangreicher. Grundsätzlich müssen alle Geldeingänge (Gehalt, Mieteinnahmen, …) gegen alle Geldausgänge (Versicherungen, Rücklagen, Wohnkosten, Tilgungen, Steuern, Einkäufe, …) verrechnet werden. Das was übrig bleibt lässt sich weiter investieren. Theoretisch. In der Praxis habe ich mir eine Liste erstellt in der ich alles in mehreren Gruppen festhalte.

Gruppe 1: Geldeingänge bzw. Einnahmen – Hierunter fallen Gehalt, Mieteinnahmen, Nebenjobs, …

Gruppe 2: Fixkosten – Alle Ausgaben die zwingend erfasst werden müssen und in der Regel kaum beeinflussbar sind. Dies sind unter anderem Rückzahlungen von Darlehen, Strom, Miete, Wasser, Müll, Versicherungen, Erbpacht, … Wichtig hierbei ist die Kosten gegebenenfalls auf einen Monat umzurechnen. Autoversicherungen sind beispielsweise oft jährlich oder halbjährlich zu zahlen.

Gruppe 3: Optionale bzw. optimierbare Fixkosten – Ich mache die Unterteilung weil ich hier Kosten erfassen die möglicherweise optional sind, die ich mir aber aus diversen Gründe gerne gönne. Mit einem Blick in diese Liste findet sich im Gegensatz zu den reinen Fixkosten aber notfalls Optimierungspotential. In diese Kategorie gehören Abos (Spotify, Netflix, Amazon Prime, …), Vereinsbeiträge und Fitnessstudios, Handy, Telefon, Kontoführungsgebühren (lassen sich bei Direktbanken oft einsparen – manchmal möchte man aber eine Filialbank), …

Gruppe 4: Umfasst alle durchschnittlichen Ausgaben um eine optimale Abschätzung seiner monatlichen Ausgaben zu erhalten. Hierein kommen die Durchschnittswerte von Tanken, Lebensmitteleinkäufen, Geschenken, Kleidung, …

Auswerten

Gruppe 1 – Gruppe 2 = Ergibt das maximale Budget pro Monat.

Das Ergebnis verringert um die dritte Gruppe ergibt das tatsächliche Budget für alle täglichen Ausgaben.

Der Rest nach dem Abzug aus Gruppe 4 gibt an wie viel Geld nach allen Ausgaben noch übrig sein sollte. Wenn dieser Wert dauerhaft niedrig oder gar negativ ist dann sind die eigenen Ausgaben zu hoch für das erarbeitete Geld. Einsparpotential suchen ist dann gefragt oder ein besser bezahlter Job oder ein Lottogewinn. Letzteres ist dabei keine zuverlässige Finanzplanung. 😉

Am einfachsten lassen sich die Listen mit Excel (über das Office 365 Abo) anlegen und am Ende summieren. Es reichen bereits Spalten für Titel, Anzahl der Zahlungen im Jahr, Betrag, Jahressumme und monatlicher Durchschnitt aus. Die Summen der letzten Spalte lassen sich dann wie oben beschrieben verrechnen.

Geld und Finanzen optimieren

Ich bin sicher kein Finanzwesir aber es gibt einige wichtige Ansätze für eine solide Vermögensbildung. Idealerweise sind alle Schulden beglichen und monatlich stehen 50% des Gehalts zum sparen zur Verfügung. Falls dem nicht so ist sollten zuerst alle Schulden getilgt werden weil hier oft hohe Kosten durch Zinsen entstehen.

Jährlich bietet es sich ebenfalls an die Versicherungen zu überprüfen. Gibt es deutlich bessere Konditionen bei anderen Instituten? Die Kontoführungsgebühr von Bankkonten lassen sich oft mit Konten bei Direktbanken umgehen. Eine gute Option falls keine Filialen vor der Tür benötigt werden. Geld sollte außerdem nicht dauerhaft auf Girokonten liegen. Da diese dort keine Zinsen erhalten frisst die Inflation das Geld im Laufe der Zeit auf. Sparkonten bringen oft ebenfalls keine oder sehr wenig Zinsen. Besser sind Tagesgeldkonten. Das Kündigen ungenützter Dienste und Abos spart auch viele Euro. Wer seit seiner Kindheit in der Kirche ist aber diese nie von innen sieht darf über einen Kirchenaustritt nachdenken, die Kirchensteuer entfällt dann komplett.

Dies sind einige Punkte über die man nachdenken sollten. Noch mehr Tipps gibt es auf Verbraucherportalen wie Finanztip.de.

Hilfreiche Apps und Webseiten

Im digitalen Zeitalter gibt es für viele kleine und große Probleme nützliche Helfer. Hier ist eine kleine Liste aus Programmen die ich selber ausprobiert habe und nützlich finde.

Die Webseite und App Aboalarm. Hier können alle laufenden Verträge erfasst werden. Regelmäßig gibt es Benachrichtigungen das Dienste zu kündigen sind. Wer möchte kann dies direkt über die Seite durchführen. TIPP: Über die App sind Kündigungen mit 0,99€ billiger als die 2,99€ über die Webseite. Dafür ist die Kündigung etwas fummeliger zu tippen.

Excel (über das Office 365 Abo) ist das Wunderprogramm für alle meine Probleme. Die Tabellenkalkulation kann alles was das Herz begehrt. Die kostenlose Alternative ist LibreOffice.

Nützlich um die Finanzen im Auge zu haben sind die Apps der Kreditinstitute. Beispielsweise die Banking Apps von Sparkasse, Comdirect, IngDiBa, DKB, …

Möchte man seine Ausgaben im Auge behalten bietet sich das HaushaltsbuchMoneyControl“ an. Die App ermöglicht das Eingeben von Einnahmen und Ausgaben. Dadurch ist das aktuelle Vermögen immer sichtbar.

Alles zusammen bietet finanzblick. Die Webseite ermöglicht das Führen einen Haushaltsbuchs und ermittelt alle Konten. Ob man die Daten einem Cloud Service anbieten möchte oder nicht muss jeder selber entscheiden. Hinter dem Programm sind die Macher vom deutschen Hersteller von WISO Mein Geld.

 

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